10. Februar 2012: Jahresvollversammlung des Vereins
Alle Mitfrauen und solche, die es vielleicht werden wollen, sind herzlich willkommen!

 

Tagesordnung: Entlastung des Vorstands, Wahl des neuen Vorstands, Bilanzvorstellung, Rückblick und Vorschau.

 


Start ins neue Jahr mit einem Tausch(floh)markt am 13. Jänner im AFLZ!

Warum, wie und was das ist, kannst du hier nachlesen!

 


Das AFLZ feiert den 28. Geburtstag am 9. Dezember!
Mit Geburtstags-Special "Medusen für den Busen" – lass Dich überraschen...!

 

Nähere Infos findest du hier!

 


Lesung und Schreibworkshop
21./22. Oktober

 

Die Berliner Autorin Tania Witte liest am Freitag, 21. Oktober aus ihrem Debütroman "beziehungsweise liebe" und hält am Samstag einen wort-workshop ab.

Nähere Infos zu Tania Witte und den Details des Workshops findest du hier!

 

Und danach gehts ab ins DeCentral zur G(h)ettoGether-Frauenparty mit Live-DJ-Musik! Cafe DeCentral

 


 

Christopher Street Day CSD Innsbruck 2011

Wir haben den sonnigen Tag zusammen mit vielen Gutgelauten genossen und sind vom Hafen durch die Stadt zum Rapoldipark gezogen. Hier die Bilder dazu.

 


Demokratiekongress 2011
AFLZ: „Demokratie – Frisch gestrichen”

Der Beitrag des Autonomen FrauenLesbenZentrums zum Demokratiekongress 2011 war eine Toncollage.
Hier
gibt es das Tondokument zum Nachhören und Infos über das Konzept und die Hintergründe.

 


 

AFLZ beteiligte sich an der Aktion "20.000 Frauen" – Demonstration für Frauenrechte in Wien

 

Wir waren dort – hier kannst du Bilder von der großartigen Demo sehen.

 

Plattform Feministinnen – 100 Jahre internationaler Frauentag

 


 

AFLZ auf Facebook

Schon seit 2009 ist das Autonome FrauenLesbenZentrum Innsbruck auch auf Facebook vertreten – klick Dich rein!

 


 

Jahreshauptversammlung am 4. Februar 2011

mit Entlastung des Vorstandes, Wahl des neuen Vorstandes, Bilanzvorstellung, Rückblick und Vorschau

 

Wir danken allen, die gekommen sind!

 


 

Marlene Streeruwitz im AFLZ

 

Einige Glückspilze genosssen den Workshop und die Lesung der österreichischen Autorin. Bilder davon findest du hier und auf der Homepage von Monika K. Zanolin.

 

 


"heimat – eine suche?!" nominiert für den Staatspreis Erwachsenenbildung/Kategorie Innovation

 

Zum Gedenkjahr 1809 – 2009 hat die Frauenorganisation der Diözese Innsbruck die umfassende Veranstaltung "heimat – eine suche?!" initiiert. Zusammen mit zahlreichen und sehr unterschiedlichen Frauenorganisationen (darunter auch autonome wie das AFLZ, AEP, ArchFem) entstand ein 5-tägiges Symposion, das nun eines von fünf nominierten für den Staatspreis Erwachsenenbildung/Kategorie Innovation ist. "heimat – eine suche?!" ist das einzige nominierte feministische Frauenprojekt.

Neben einer Fachjury entscheidet auch ein Publikumsvoting im Internet über die Preisvergabe. Bitte helft hier mit eurem Voting mit, dass dieses reichhaltige Projekt seine Chancen auf den Sieg vergrößert und dies ein Signal der öffentlichen Anerkennung für feministische Projekte an die Kürzungspolitik der Tiroler Landesrätin für Frauen und Familie ist! Publikumsvoting heimat – eine suche?!

 

 


Seit 10. September 2010: Frischer Wind in den alt-ehrwürdigen Räumen des AFLZ

 

Das neu renovierte AFLZ

 

Das AFLZ wurde mit finanzieller Unterstützung vom Frauenministerium, Stadt Innsbruck und privaten Unterstützerinnen renoviert.
Doch mit dem Geld allein wären wir nicht weit gekommen: nur durch den Einsatz von klugen, kreativen, geschickten, geduldigen und handwerklich begabten Frauen und auch Männern konnte die Renovierung realisiert und abgeschlossen werden. Vielen Dank für die unzähligen Stunden, die ihr in eurer Freizeit dem AFLZ spendiert habt.

Das Team des Autonomen Frauen-Lesben Zentrums Innsbruck

FrauenministeriumStadt Innsbruck

 


Barbara Hundegger: "Schweige nicht vor einer Politikerin, die in aller Ruhe Homos diffamiert"

 

Eigentlich möchte man schon gar nichts mehr dazu sagen – so vorgestrig und regelmäßig herablassend sind die frauenlandesrätlichen Aussagen zu Lesben und Schwulen, auf die man da in Endlosschleife alle paar Monate wieder zu reagieren hätte.
Auch weil frau es müde ist, dermaßen inhaltsleeren Flapsigkeiten seriöse und relevante Argumente gegenüberzustellen – macht man ja alles in der „Hobby-Freizeit“, während die Landesrätin ihre Ergüsse hochbezahlterweise von sich geben kann. ...vollständigen Text herunterladen

 


Die VIII. Gay Games sind zu Ende und wir waren dabei...

Mehr Infos und Fotos dazu findet ihr hier auf unserer Galerie-Seite

 

Gay Games köln 2010

 

 

 

 


FRAUENVEREINE FÜR 2010 GERETTET!

Am 28. Mai verkündete LHStv. Hannes Gschwentner auf der Landesfrauenkonferenz der SPÖ-Frauen, dass sein Ressort (Sport) heuer die Subvention für die Frauenvereine (AEP, Archfem, Autonomes Frauen-Lesben Zentrum und kinovi[sie]on) übernehmen wird, denen ÖVP-LR Zoller-Frischauf die Gelder gestrichen oder gekürzt hat.

 

Zornige Frauen mit Heinisch-Hosek, Gschwentner
"Zornige Frauen " mit Frauenministerin Heinisch-Hosek und LHStv. Hannes Gschwentner (v.l.n.r.):

Flavia Guerrini, Maria Wassermann, Gabriele Heinisch-Hosek, Hannes Gschwentner, Alexandra Weiss, Lisa Gensluckner, Gertraud Eiter

 

Eingesetzt haben sich dafür die SPÖ-Frauen, allen voran NR und Landesfrauenvorsitzende Gisela Wurm und die GR Angela Eberl. Bei den Grünen Frauen hat sich vor allem LAbg. Christine Baur für die Anliegen der Vereine eingesetzt, wie auch schon 2009.

 

 

Zornige Frauen mit SPÖ-Frauen

"Zornige Frauen" mit SPÖ-Frauen auf der Landesfrauenkonferenz der SPÖ (v.l.n.r.):

Sigrid Marinell, Gertraud Eiter, Alexandra Weiss, Angela Eberl, Flavia Guerrini, Lisa Gensluckner, Gisela Wurm, Maria Wassermann


Befremdlich bleibt das Verhalten der für Frauenpolitik zuständigen Landesrätin. Sie hat nicht nur falsche Angaben über ihr Budget gemacht. Am 1. April verkündete sie gegenüber der Tiroler Tageszeitung, dass ihr Budget für die gemeinnützigen Vereine um 20% gekürzt wurde und nur mehr € 152.000,– betragen würde. Laut Budgetvoranschlag des Landes liegt dies aber bei € 182.000,–. Das gesamte Budget verringerte sich um € 5.700,– auf € 272.600,–. Die interne Verteilung ist letztlich Sache der Landesrätin. Überdies existiert die letztes Jahr mit € 15.000,– geförderte Mentoringplattform inzwischen nicht mehr. Aber auch die Respektlosigkeit gegenüber den engagierten Frauen und ihren Einrichtungen, die sie als Hobbyvereine bezeichnete, die nur steuerfinanziert Kaffee trinken wollen, spricht für sich. Selbst Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erhielt auf ihr Schreiben an die Landesrätin von Ende März erst diese Woche – nach mehrmaligem Urgieren – eine Antwort, dieselbe Standard-Antwort, die alle auf Protestschreiben an die Landesrätin erhalten haben. Dass dem Entzug der öffentlichen Gelder für die vier Vereine eine ideologische Motivation zugrund liegt, ist damit mehr als deutlich geworden.
Für die „Zornigen Frauen“ geht der Kampf aber weiter. Wie nachrangig die Frauenpolitik in Tirol ist, zeigt sich in vielen Bereichen. Dass dem Land der Haflingerzuchtverband oder die Ehejubiläen fast fünf Mal soviel Wert sind wie die Frauenförderung, wirft ein zynisches Licht auf die Wertigkeiten. Kein Bundesland hat ein so niedriges Frauenförderungsbudget wie Tirol. In Kärnten beläuft sich das Frauenförderungsbudget etwa auf € 952.600,–, in Salzburg auf € 509.600,–, in Oberösterreich auf € 1.290.000,– und selbst Vorarlberg wendet € 717.000,– für frauenpolitische Maßnahmen auf.

 


Deshalb fordert die „Plattform Zornige Frauen“:


• Eine Aufstockung des Budgets des Landesfrauenreferates und eine Transparenz in der Mittelvergabe;

 

• eine Beachtung des Willkürverbotes, des Sachlichkeitsgebotes und des Gleichheitsgrundsatzes, wie es der Landesrechnungshof bereits 2009 in Bezug auf die Mittelverwendung des Landesfrauenreferates einforderte;

 

• Rücknahme der Streichungen bzw. Kürzungen feministischer Organisationen und Initiativen durch das Landesfrauenreferat und Aufstockung der Subventionen.

 

Die Vergabe öffentliche Gelder ist eine demokratiepolitische Frage. Mit Intransparenz und einer falschen Information der Öffentlichkeit wird Korruption und Klientelpolitik Vorschub geleistet, und das stellt die Grundsätze der Demokratie in Frage!

Die finanzielle Grundlage für dieses Jahr ist nun gesichert, aber die „Zornigen Frauen“ werden weiterhin die Verteilung öffentlicher Gelder sowie die Nachrangigkeit von Frauen-, Sozial- und Kulturpolitik thematisieren und dagegen protestieren.

 

 

Am 1. CSD Innsbrucks sprach eine Vertreterin der "Zornigen Frauen" vor den BesucherInnen über die letztendlich zugesagten Subventionen für 2010 und die Haltung der Landesrätin den von der Kürzung bedrohten Vereinen gegenüber. Den genauen Wortlaut der Rede könnt Ihr hier nachlesen.

 

 


Plattform Zornige Frauen: Autonomes Frauen-Lesben Zentrum, ArchFem – Interdisziplinäres Archiv für Feministische Dokumentation, kinovi[sie]on, Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft – AEP

 

 


Christopher Street Day Innsbruck

 

29. Mai 2010 ab 14 Uhr:

1. Christopher Street Day in Innsbruck!

Feiert mit uns auf der 1. Straßenparade durch Innsbruck –

mit Musik, Spaß und Stolz auf unsere Lebens- und Liebesart!

 

• 14.00 Start der CSD-Parade bei der Messehalle

zeitgleich beginnt im Rapoldipark das CSD-Parkfest mit Musik und viel Stimmung


• ca. 17.00 Ankunft der Parade am Rapoldipark

 

• im Anschluss ab ca. 21.00 Queerattack im MAX

 

 

Christopher Street Day Innsbruck Route

 


 

30. APRIL: DEMO GEGEN DIE SUBVENTIONSKÜRZUNGEN
"UNS REICHTS! EUCH AUCH?"


Die Streichungen und Kürzungen sind Symptom einer haarsträubenden Ungleichheit zwischen Männern und Frauen. Gleichbehandlung ist dem Land Tirol nichts wert.

 

Diskriminierung von Frauen, Lebens- und Arbeitssituation von Migrantinnen und prekär Beschäftigten, Gewalt gegen Frauen, Ungleichverteilung von Ressourcen sowie politischer Macht, die Situation von Lesben in Tirol – Themen gab es genug!

 


 

PROTESTMARSCH DURCH INNSBRUCK

Unter dem Motto „mit uns ist nicht zu scherzen“ zogen am 1. April 250 bis 300 Frauen und Männer durch Innsbrucks Straßen. Den Anlass bildete die intransparente und ideologisch motivierte Subventionspolitik der für Frauenpolitik zuständigen ÖVP-LRin Zoller-Frischauf. Zoller-Frischauf streicht bzw. kürzt die Jahressubvention für vier feministische Einrichtungen (AEP, AFLZ, ArchFem, kinovi[sie]on).
Dadurch spart das Land Tirol lediglich Euro 16.500,- ein und droht drei langjährig tätige Einrichtungen zu verlieren. Für Ehrungen gibt das Land Tirol jährlich EUR 1,3 Millionen, für das Bergiselmuseum 20 Millionen aus. Der Protest war ein erstes lautes Zeichen der wieder erstarkten Frauenbewegung in Tirol. Motiviert durch bestärkende Stellungnahmen des Innsbrucker Gemeinderats und der Frauenministerin Heinisch-Hosek sind weitere Aktionen zu erwarten. Die Kundgebung schloss mit dem Aufruf „Das war erst der Anfang!“

 

Protestmarsch März 2010 Protestmarsch März 2010 Protestmarsch März 2010

 


 

Liebe Mitfrauen und UnterstützerInnen, die aktuellsten Berichte zum Thema Subventionsstreichungen könnt ihr der Homepage des archfems Archfem - Veranstaltungen entnehmen. Momentan freuen wir uns über ein.................
SENSATIONELLES ZWISCHENERGEBNIS:

Innsbrucker Stadtpolitik:
Bürgermeisterin Oppitz-Plörer und Neo-Stadträtin Moser sind aufgefordert, beim Land Tirol und insbesondere bei ÖVP-Landesrätin Zoller-Frischauf die Streichungen der Subventionen zu verhindern (Antrag der Innsbrucker Günen wurde EINSTIMMIG angenommen!).

 


 

PROTESTSPAZIERGANG

mit uns ist nicht zu scherzen
Protestspaziergang gegen die Streichung von Förderungen für feministische Einrichtungen durch die ÖVP Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

1. April um 17:00
Treffpunkt: Juff, Michael-Gaismair-Straße 1


holen wir uns Raum zurück
Alle Freundinnen und Freunde + Campingstühle mitnehmen - Raum besetzen!

Im Anschluss an den Protestspaziergang mit Stuhl im Gepäck installieren wir einen öffentlichen Raum um uns zu organisieren, auszutauschen und zu vernetzen von und für kritische „BürgerInnen“.


Plattform zornige Frauen
Autonomes FrauenLesbenzentrum
ArchFem
Kinovi[sie]on


 


 

Liebe Frauen!

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

Demokratie steht auf dem Spiel
Wir fordern den Rücktritt von Landesrätin Zoller-Frischauf


Die Reaktion der Landesrätin Zoller-Frischauf auf die Kritik der feministischen Projekte an ihrer Förderungspolitik hat ihr mangelhaftes Demokratieverständnis deutlich gemacht. Offenbar ist sie zu keiner Auseinandersetzung mit politisch Andersdenkenden bereit. Vielmehr diffamiert sie die jahre- und jahrzehntelange Arbeit, die in den feministischen Vereinen und Initiativen geleistet wurde und wird, indem sie von „Hobbyvereinen“, einem „dummen Ideologie-Verdacht“ und dergleichen spricht. Diese politische Kultur halten wir für äußerst bedenklich und demokratiegefährdend.

 

Der Ideologie-Verdacht ist dabei mehr als begründet, wenn die Landesrätin die Veröffentlichung ihrer Förderprinzipien und der Vergabe öffentlicher Gelder mit dem Argument des Datenschutzes verweigert. Eine Politikerin sollte wissen, dass sich Datenschutz auf personenbezogene Daten und keinesfalls auf die Verwendung und Vergabe von öffentlichen Geldern bezieht - zumindest in einer Demokratie sollte das klar sein.

 

Die Argumentation lässt aber auch darauf schließen, dass der Wert von selbstorganisierter, bürgerschaftlicher Arbeit in Tirol nicht geschätzt wird und Engagement, das nicht in das Denken der Landesrätin passt, einfach eliminiert werden soll.

 

Bedenklich finden wir auch, dass die für Frauenpolitik zuständige Landesrätin keine Unterscheidung zwischen Frauenförderung und Frauenpolitik zu treffen vermag. Nach ihren eigenen Aussagen versteht sie sich als Landesrätin für Frauenförderung (entgegen der Homepage des Landes Tirol). Frauenförderung ist ein Instrument der Frauenpolitik, die weit darüber hinausgeht. Frauenpolitik versucht mit verschiedenen Mitteln kulturelle und ökonomische Diskriminierung von Frauen zu politisieren und im Sinne einer Geschlechter-Egalität demokratisch zu verändern. Die Mittel der Bewusstseinsbildung, der Kommunikation, Diskussion und Reflexion waren dabei von Anfang an zentrale Mittel einer emanzipatorischen, demokratischen Frauenpolitik.

 

Die Landesrätin Zoller-Frischauf hat sich mit ihren äußerungen als inkompetent für ihren politischen Zuständigkeitsbereich erwiesen.

 

Wir fordern Landeshauptmann Günter Platter auf Stellung zu beziehen. Es geht hier nicht mehr allein um frauenpolitische Agenden, es geht um die demokratische Kultur in Tirol.

 

ArchFem; AFLZ; Kinovi[sie]on;

 


 

Liebe Frauen!

 

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

 

Hier einen offenen Brief an die Frauenministerin:

 

Sehr geehrte Frau Ministerin Heinisch-Hosek!

 

Im folgenden offenen Brief möchten wir Sie über die aktuellen Zustände in Tirol informieren. Als Frauenministerin, die sich für die Belange von Frauen in ganz Österreich einsetzt, ersuchen wir Sie dringend, sich öffentlich zu Wort zu melden:

 

  • Bitte treten Sie der Diffamierung von feministischen Einrichtungen und Initiativen mit klaren Worten entgegen!
  • Lassen Sie es nicht zu, dass eine einzige Landesrätin jahre- und jahrzehntelang gewachsene feministische Einrichtungen und Initiativen zerschlägt!

 

Wie Ihnen aus Ihrer alltäglichen Arbeit bekannt ist, leisten feministische Einrichtungen und Initiativen – meist mit äußerst geringem Budget und viel Engagement – einen gesellschaftspolitisch wertvollen Beitrag zum Abbau der Diskriminierung von Frauen, wie dies u.a. auch der EU-Vertrag und die österreichische Bundesverfassung vorsehen. Die Auseinandersetzung mit traditionellen Geschlechterkonstruktionen und feministische Bewusstseinsbildung – beispielsweise bei Veranstaltungen in der Bildungs- und Kulturarbeit – waren und sind unerlässliche Schritte der Veränderung in Richtung Geschlechterdemokratie.

 

Dieses gesellschaftspolitische Engagement mit den Worten zu quittieren, es handle sich um „Hobbyvereine“, für die es kein Steuergeld mehr geben soll, geht – bei aller in unserer Gesellschaft geforderten Abhärtung gegenüber sexistisch-frauenfeindlichen und antifeministischen Zumutungen – zu weit. Wir können und wollen kein Verständnis mehr dafür aufbringen, dass ausgerechnet jene Landesrätin, die für Frauenpolitik (!) zuständig ist, nichts von dem verstanden zu haben scheint, wofür sie in ihrer Tätigkeit als Politikerin – auch mit Steuergeldern von Frauen – bezahlt wird. Zur weiteren Veranschaulichung der Inkompetenz von Landesrätin Zoller-Frischauf in Bezug auf ihre eigenen Agenden seien exemplarisch einige ihrer Begründungen zur Streichung von Subventionen angeführt: „Frauenliteratur ist sicher ganz wichtig. Sie kann aber auch in anderen Büchereien stehen. Und Veranstaltungen, wo die Einkommensschere bejammert wird, nützen nichts. Es geht darum, dort anzusetzen, wo man etwas verändern kann.“ Das Format eines Briefes reicht bedauerlicherweise nicht einmal annähernd aus, um die hier nur exemplarisch dargestellte Problematik umfassend mitteilen zu können.

 

Durch die bisher bekannt gewordene Streichung von Subventionen für drei Einrichtungen und Initiativen „auf Grund erheblicher Budgetkürzungen“ erspart sich das Land Tirol 14.500 Euro – ein bescheidener Beitrag zur Budgetsanierung, da es sich hierbei lediglich um ca. 1,1% jener Summe handelt, die das Land Tirol im vergangenen Andreas-Hofer-Jahr schon allein für einen einzigen Festumzug ausgegeben hat. Oder anders ausgedrückt: Anstelle dieses einen Festumzuges könnten die drei betroffenen Einrichtungen und Initiativen für fast ein Jahrhundert gefördert werden.

 

Die – offensichtlich – einschlägige Politik der Streichung von Subventionen für kritische feministische Einrichtungen hat System, ebenfalls die Tatsache, dass eine Landesrätin meint, keine Rechenschaft ablegen zu müssen, an wen Subventionen verteilt werden, so als wäre es ihr persönliches Budget.

 

Konkret betroffen sind derzeit:


Wie befürchtet wurde, sprach Landesrätin Zoller-Frischauf gestern bereits von fünf (!) Einrichtungen, für welche – laut Tiroler Tageszeitung – ihrer Meinung nach die Zeit abgelaufen sei. Für wen und warum unserer Meinung nach die Zeit abgelaufen ist, haben wir hoffentlich ausreichend zum Ausdruck bringen können.

 

Wir möchten zu bedenken geben, dass die Rücknahme der Förderung vonseiten des Landes zu einem erhöhten Förderungsbedarf des Bundes führen wird..

 

Mit diesem Schreiben möchten wir Sie, Frau Bundesministerin, bitten, dass Sie sich bei ihrem nächsten Aufenthalt in Tirol die Zeit dafür nehmen, dass wir Ihnen unsere schwierige Situation persönlich darlegen können und dass Sie sich öffentlich zu dieser Politik in Tirol zu Wort melden.

 

In der Hoffnung auf klare Worte von Ihnen verbleiben mit freundlichen Grüßen,

 

die Frauen von ArchFem, Kinovi[sie]on, Autonomen FrauenLesbenZentrum und viele UnterstützerInnen

 


 

Presseaussendung

 

Frischauf - frisch gestrichen!

 

Patrizia Zoller-Frischauf, die zuständige Landesrätin für Frauenförderung, entzieht kritisch-feministischen Einrichtungen die finanzielle Existenzgrundlage.

 

Wie bereits 2009 - nach fast 20 Jahren Förderung - wurde auch heuer wieder dem Autonomen FrauenLesbenZentrum von ÖVP-Landesrätin Zoller-Frischauf die beantragte Subvention gestrichen.
Die Politik der Subventionsstreichungen der ÖVP weitet sich aus. Aktuell davon betroffen sind nun auch das ArchFem - Interdisziplinäres Archiv für Feministische Dokumentation (ein feministisches Archiv und Frauenbildungsprojekt) sowie kinovi[sie]on (eine feministische Kulturinitiative, die monatlich Filme von Regisseurinnen zeigt).


Mit der Zerschlagung dieser drei langjährig engagierten, ohnehin unterfinanzierten Einrichtungen und Initiativen „erspart“ sich das Land Tirol die Summe von insgesamt € 14.500,- . Begründet werden die Streichungen der Förderungen für kritische, feministische Initiativen mit Sparzwang und „erheblichen Budgetkürzungen“. Das ganze weitere Ausmaß der Streichungen bzw. Kürzungen für die wenigen noch verbleibenden feministischen Einrichtungen und Initiativen in Tirol ist uns zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.


Eine moderne Gesellschaft ist nicht homogen. 1,3 Millionen für einen Landesfestumzug - keine € 14.500,- für Frauenprojekte!


Der jahre- und jahrzehntelange Einsatz (FrauenLesbenZentrum: 26 Jahre; ArchFem: 17 Jahre; kinovi[sie]on: 5 Jahre) für eine emanzipatorische Gesellschaftsveränderung jenseits eines traditionellen Frauenbildes hat offensichtlich in Tirol keinen Platz mehr. Damit haben Zoller-Frischauf und die ÖVP ihr Demokratieverständnis deutlich dargelegt. Das Land Tirol hat sich zwar zur Frauenförderung bekannt, es ist auch aufgrund internationaler Verträge (siehe z.B. die Frauenrechtskonvention CEDAW) und der Bundesverfassung dazu verpflichtet. Offen bleibt aber, welche „Frauenförderung“ das Land Tirol überhaupt durchführt. Die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, welche Projekte nach welchen Prinzipien gefördert werden.

 

 

Autonomes Frauen-Lesben Zentrum info@frauenlesbenzentrum.at, ArchFem info@archfem.at, kinovi[sie]on kinovisieon@leokino.at und zahlreiche UnterstützerInnen

 

 


 

JOHANNA DOHNAL VERSTORBEN
Ehemalige Frauenministerin und Ikone der Frauenbewegung wurde 71 Jahre alt (Bericht vom Online-Standard). Das AEP veranstaltet zu diesem Anlass am 17. März einen Erinnerungsabend.

 


 

FEBRUAR WAR DAS MONAT DER RENOVIERUNGEN IM AFLZ:
WC, Büro und Gruppenraum sind schon fertig! Hier gibt's Bilder vom gemeinsamen Kraftakt

 


2009 - EIN AUFREGENDES JAHR FÜR DAS AUTONOME FRAUENLESBENZENTRUM INNSBRUCK:
Aufgrund starker Kürzungen seitens des Landes sah es so aus, als müsste das AFLZ zusperren. Dank breiter Unterstützung von vielen solidarischen Personen und Organisationen konnte das AFLZ zu guter Letzt ein weiteres Jahr bestehen. Ein Rückblick auf die Öffentlichkeitsarbeit des letzten Jahres und Reaktionen darauf findest du hier.

 


 

 

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