kinovi[sie]on: „Meine glückliche Familie“

Chemi Bednieri Ojakhi (OmU).

Die zurückhaltende 52-jährige Literaturlehrerin Manana lebt in einem Mehrgenerationenhaushalt im urbanen Tiflis. Gemeinsam mit ihren Ehemann Soso, den zwei erwachsenen Kindern, ihren Eltern und einem Schwiegersohn teilt sie eine viel zu kleine Wohnung. In dieser Großfamilie wirken Abläufe über Jahrzehnte eingespielt, jede Person hat eine ihr zugewiesene Rolle zu erfüllen und offensichtlich haben sich alle an gewisse Zwänge, Konformitäten und Übergriffigkeiten gewöhnt. Akkurat an ihrem Geburtstag eröffnet nun Manana der Familie, dass sie ausziehen und ab sofort alleine in einer kleinen Wohnung leben wird. Ohne Erklärung, ohne Pathos, ohne Streitigkeiten. Nach einer ersten kurzen Schockstarre wird ein Familienrat einberufen und sämtliche Familienmitglieder setzen alles daran, Manana „zurückzugewinnen“. Manana hingegen genießt die neu gewonnenen Freiräume und die Ruhe und betrachtet ihr Leben aus einer ganz neuen Perspektive.

Deutschland / Georgien / Frankreich 2017; Regie: Nana & Simon (Nana Ekvtimishvili, Simon Groß); Georgische Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Präsentiert von kinovi[sie]on

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Alle zwei Wochen dienstags um 19.30 Uhr

Atelier de Conversation

Mesdames – chères francophiles – venez faire de la conversation en français…weiterlesen

Jeden 2. Dienstag im Monat, 19.30 Uhr

Karaoke – let‘s sing out loud!

Auf vielfachen Wunsch und weil es sooo schön ist, gibt es im Café Anchorage nun jeden 2. Dienstag im Monat … weiterlesen

Wir trauern um Christine Heiss

Christine Heiss ist im April 2018 verstorben.

Du warst eine der ersten Mitstreiter*innen für einen autonomen Frauenraum, aus dem das autonome FrauenLesbenzentrum hervorgegangen ist.
Du hast für einen Kinderraum im autonomen Frauenzentrum gestritten, hast dich mit Lust und Leidenschaft mit Frauenkörper und -gesundheit beschäftigt.
Du warst uns langjährige Kampfgefährtin für die Rechte von Frauen und gegen jede Form der Gewalt gegen Frauen und Lesben. Gemeinsam mit dir haben wir uns über viele Jahre in der Wen Do Gruppe Strategien gegen Gewalt ausgedacht, haben trainiert und gekämpft, mit dir waren wir in zahlreichen Gruppen und haben viele Nächte gedacht, geraucht und vor allem schallend gelacht.
Dich habe ich am Landhausplatz geküsst um auf die öffentliche Bedeutung eines Lesbenorts aufmerksam zu machen. Mit dir haben wir Demoplakate gemalt, Demosprüche gesungen und gebrüllt und waren wir auf Demos – landauf, landab.
Du warst uns Jüngeren ein Vorbild, warst uns Praktikumsanleiterin, Leherin, du bist uns auf Augenhöhe begegnet, hast uns ernst genommen und dich mit unseren Gedanken auseinadergesetzt.
Du warst uns Geliebte und Freundin. Mit dir haben wir geweint und getrauert, uns zerstritten und wieder versöhnt, und mit dir haben wir vor allem rauschende, laszive Feste in immer neuen, exravaganten Garderoben gefeiert.
Mit dir haben wir uns über unsere Lebensgeschichten ausgetauscht, sind den Leben von Frauen nachgegangen und haben über Zukunft, Krankheit und Ängste gesprochen.
Der Tod war uns in diesen Tagen fern.

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