kinovi[sie]on: „Bande des filles / Girlhood“

Sommer in der Banlieue von Paris. Vier junge Afrofranzösinnen – Sophie (von allen „Lady“ genannt), Adiatou, Fily und Marieme (alias Vic) – bilden eine Mädchengang, die sich einfach nimmt, was ihr von der Gesellschaft vorenthalten oder von den konservativen Brüdern verboten wird. Ihr Auftreten ist selbstbewusst und fordernd. Ihre Wünsche sind nicht anders als jene der meisten jungen Mädchen: sie wollen schicke Klamotten, hemmungslos Tanzen, grenzenlosen Spaß und ihren Traum von Freiheit und Liebe verwirklichen. Allerdings ist ihre Lebensrealität härter als die der meisten Jugendlichen. Die Kategorien „Herkunft“, „Hautfarbe“, „Wohnort“ und „Geschlecht“ teilen ihnen nur einen Randplatz in der Gesellschaft zu. Geschenkt wird ihnen nichts. Sie klauen, was sie haben wollen. Respekt verschaffen sie sich durch Prügeleien. Sie stecken ein und teilen aus, denn sie wollen auch ein Stück vom Kuchen, ein klein wenig unbeschwerte Jugend. Bande des filles ist Grrrl-Power voll Schlagfertigkeit und jugendlicher Anmut.

Frankreich 2014; Regie: Céline Sciamma OmU
Präsentiert von kinovi[sie]on

{gs-blog/TAGS}: kinovi[sie]on  Frauen 

Alle zwei Wochen dienstags um 19.30 Uhr

Atelier de Conversation

Mesdames – chères francophiles – venez faire de la conversation en français…weiterlesen

Jeden 2. Dienstag im Monat, 19.30 Uhr

Karaoke – let‘s sing out loud!

Auf vielfachen Wunsch und weil es sooo schön ist, gibt es im Café Anchorage nun jeden 2. Dienstag im Monat … weiterlesen

Wir trauern um Christine Heiss

Christine Heiss ist im April 2018 verstorben.

Du warst eine der ersten Mitstreiter*innen für einen autonomen Frauenraum, aus dem das autonome FrauenLesbenzentrum hervorgegangen ist.
Du hast für einen Kinderraum im autonomen Frauenzentrum gestritten, hast dich mit Lust und Leidenschaft mit Frauenkörper und -gesundheit beschäftigt.
Du warst uns langjährige Kampfgefährtin für die Rechte von Frauen und gegen jede Form der Gewalt gegen Frauen und Lesben. Gemeinsam mit dir haben wir uns über viele Jahre in der Wen Do Gruppe Strategien gegen Gewalt ausgedacht, haben trainiert und gekämpft, mit dir waren wir in zahlreichen Gruppen und haben viele Nächte gedacht, geraucht und vor allem schallend gelacht.
Dich habe ich am Landhausplatz geküsst um auf die öffentliche Bedeutung eines Lesbenorts aufmerksam zu machen. Mit dir haben wir Demoplakate gemalt, Demosprüche gesungen und gebrüllt und waren wir auf Demos – landauf, landab.
Du warst uns Jüngeren ein Vorbild, warst uns Praktikumsanleiterin, Leherin, du bist uns auf Augenhöhe begegnet, hast uns ernst genommen und dich mit unseren Gedanken auseinadergesetzt.
Du warst uns Geliebte und Freundin. Mit dir haben wir geweint und getrauert, uns zerstritten und wieder versöhnt, und mit dir haben wir vor allem rauschende, laszive Feste in immer neuen, exravaganten Garderoben gefeiert.
Mit dir haben wir uns über unsere Lebensgeschichten ausgetauscht, sind den Leben von Frauen nachgegangen und haben über Zukunft, Krankheit und Ängste gesprochen.
Der Tod war uns in diesen Tagen fern.

Wir nutzen eigene oder Cookies Dritter, um Ihnen den Besuch unserer Website zu erleichtern. Durch Nutzung unseres Angebots gehen wir von Ihrer Zustimmung aus.  Akzeptieren  Weitere Informationen