kinovi[sie]on: „Bar Bahar – In Between“

Drei palästinensische Frauen mit israelischem Pass teilen sich in Tel Aviv eine Wohnung. Die schlagfertige Rechtsanwältin Laila stammt aus einer bürgerlich-säkularen Familie in Nazareth. Die Musikerin und DJane Salma kommt aus einer christlichen Familie aus einem Dorf in Nordgaliläa. Beide genießen das Leben und die Freiheiten einer weltoffenen Großstadt in vollen Zügen. Laila zieht es von Party zu Party und Salma kann in Tel Aviv relativ offen lesbisch leben.
Als das dritte Zimmer frei wird und die gläubige Informatikstudentin Nour dort einzieht, scheinen Konflikte zwischen den ungleichen Frauen vorprogrammiert. Aber statt sich gegenseitig zu bekriegen, kämpfen sie gemeinsam gegen die Vorurteile einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft, gegen Misogynie und Homophobie in ihrer nächsten Umgebung, für ein selbstbestimmtes, angstfreies, erfülltes und lustvolleres Leben.

Bei den Filmfestspielen 2017 überreichte Isabelle Huppert den „Women in Motion Young Talents Award“ mit folgenden Worten an Maysaloun Hamoud: “the free spirited and joyful women [Hamoud] portrays… are true heroines of our time”. (The Guardian). Das gilt wohl auch für die Regisseurin selbst, denn sie riskierte Anfeindungen und Drohungen sowohl von israelischer als auch von palästinensischer Seite. Maysaloun Hamoud studierte „Middle Eastern History“ an der Hebrew University in Jerusalem bevor sie ihr Filmstudium an der Minshar School of Art mit Auszeichnung beendete. Sie ist Mitglied der Gruppe PALESTINEMA.

{gs-blog/TAGS}: kinovi[sie]on  Lesben  Film  Israel  Palästina  Religion 

Alle zwei Wochen dienstags um 19.30 Uhr

Atelier de Conversation

Mesdames – chères francophiles – venez faire de la conversation en français…weiterlesen

Jeden 2. Dienstag im Monat, 19.30 Uhr

Karaoke – let‘s sing out loud!

Auf vielfachen Wunsch und weil es sooo schön ist, gibt es im Café Anchorage nun jeden 2. Dienstag im Monat … weiterlesen

Wir trauern um Christine Heiss

Christine Heiss ist im April 2018 verstorben.

Du warst eine der ersten Mitstreiter*innen für einen autonomen Frauenraum, aus dem das autonome FrauenLesbenzentrum hervorgegangen ist.
Du hast für einen Kinderraum im autonomen Frauenzentrum gestritten, hast dich mit Lust und Leidenschaft mit Frauenkörper und -gesundheit beschäftigt.
Du warst uns langjährige Kampfgefährtin für die Rechte von Frauen und gegen jede Form der Gewalt gegen Frauen und Lesben. Gemeinsam mit dir haben wir uns über viele Jahre in der Wen Do Gruppe Strategien gegen Gewalt ausgedacht, haben trainiert und gekämpft, mit dir waren wir in zahlreichen Gruppen und haben viele Nächte gedacht, geraucht und vor allem schallend gelacht.
Dich habe ich am Landhausplatz geküsst um auf die öffentliche Bedeutung eines Lesbenorts aufmerksam zu machen. Mit dir haben wir Demoplakate gemalt, Demosprüche gesungen und gebrüllt und waren wir auf Demos – landauf, landab.
Du warst uns Jüngeren ein Vorbild, warst uns Praktikumsanleiterin, Leherin, du bist uns auf Augenhöhe begegnet, hast uns ernst genommen und dich mit unseren Gedanken auseinadergesetzt.
Du warst uns Geliebte und Freundin. Mit dir haben wir geweint und getrauert, uns zerstritten und wieder versöhnt, und mit dir haben wir vor allem rauschende, laszive Feste in immer neuen, exravaganten Garderoben gefeiert.
Mit dir haben wir uns über unsere Lebensgeschichten ausgetauscht, sind den Leben von Frauen nachgegangen und haben über Zukunft, Krankheit und Ängste gesprochen.
Der Tod war uns in diesen Tagen fern.

Wir nutzen eigene oder Cookies Dritter, um Ihnen den Besuch unserer Website zu erleichtern. Durch Nutzung unseres Angebots gehen wir von Ihrer Zustimmung aus.  Akzeptieren  Weitere Informationen