Charakterstudie über eine 42-jährige ehemalige Kampfpilotin im 2. Weltkrieg, deren ruhmreiche Zeiten längst vergangen sind. Als Direktorin einer Schule wird Nadežda Petruchina zwar von allen geachtet, aber nicht gemocht. Die jüngere Generation – so auch ihre Tochter Tanja – kann mit dem strengen Kriegspathos und den damit verbundenen Moralvorstellungen nichts mehr anfangen. Die SchülerInnen empfinden ihren autoritären Stil als ungerechte Härte und übertriebene Kälte. Tanja entzieht sich ihrem Einfluss und lebt ein Leben unter DichterInnen und KünstlerInnen.
„Mit eleganten und sparsamen Bildern sowie ruhigem Erzählrhythmus begibt sich Larissa Schepitko (sic!) auf die Suche nach den Gründen für das Verhalten ihrer Protagonistin und legt ihre Sehnsucht offen.“ (www.frauenfilmfestival.eu)
Die früh verstorbene, aus der heutigen Ukraine stammende Regisseurin Larisa Šepitko gilt trotz ihres nur aus fünf Filmen bestehenden Œuvres als wichtige Erneuerin und „Ikone des sowjetischen Kinos der 60er und 70er Jahre“ (www.frauenfilmfestival.eu).
Regie: Larisa Šepitkos, UdSSR 1966.
Präsentiert von kinovi[sie]on, in Kooperation mit dem Institut für Slawistik der Uni Innsbruck.